Spargelvereinigung mahnt Qualitätsnorm an

Kühlkette garantiert Frische für Verbraucher/ Kaum Marktlücken für Neueinsteiger

Pressemiteilung

Stechen, Säubern, Sortieren, Schocken – nach diesem Prinzip geschieht heute die Ernte und Verarbeitung des Spargels. Die Vereinigung der Spargelanbauer in Niedersachsen weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass nicht überall, wo Niedersächsischer Spargel drauf steht auch das Produkt aus dem „Spargelland Nummer 1“ drin sei. „Wir achten stark auf Qualitätssicherung, damit der Spargel auch frisch beim Kunden landet“, sagt Dietrich Paul (Hoyerhagen), Vorsitzender der Vereinigung.

 

Was passiert also mit den frisch gestochenen Stangen? „Der Spargel wird gewaschen und sortiert. Anschließend etwa 20 Minuten lang in 2 Grad warmem Wasser geschockt“, erklärt Paul. Warum schockkühlen? Dieter Weber, Berater bei der Landwirtschaftskammer Weser-Ems (Langförden): „Wenn der weiße Spargel vom Feld kommt, atmet er weiter. Durch das Schocken wird der Stoffwechsel runter gefahren und die Stangen verfärben sich nicht bläulich.“ Der blau-violette Farbton sei allerdings keinesfalls schädlich, werde aber preislich niedriger bewertet.

 

Bevor das Edelgemüse im Kühlhaus landet, kommen auf die Stangen noch ein paar Hände voll Eis. Frisch gestochen, frisch auf den Tisch – das ist in Niedersachsen möglich. „Oftmals ist der Spargel noch keine 12 Stunden alt, wenn der Verbraucher ihn im Supermarkt kaufen kann“, sagt der Vorsitzende. Die Kühlkette dürfe in der Zeit natürlich nicht unterbrochen werden.

 

Zur Qualitätsnorm beim Spargel gehören aber nicht nur Frische und Farbe. Auch die Sortierung nach einheitlicher EU-Norm ist wichtig. „Eine Spargelstange darf nicht länger als 22 Zentimeter sein. Das schreibt uns die Norm vor“, so Paul. Bei der ersten Sorte dürfen die Stangen 16 bis 26 Millimeter dick sein, bei der zweiten Sorte 12 bis 16 Millimeter bzw. 10 bis 12 Millimeter. Allerdings: „Die Sortierung sagt allerdings nichts über den Wert des Spargels aus, sondern nur über die Kocheigenschaften“, sagt der Vorsitzende.

 

Problematisch ist für die Spargelvereinigung das Überangebot an Spargel so früh in der Saison. „Ein Teil kann zu einem guten Preis direkt ab Hof verkauft werden. Die andere Ware drängt in den Handel, wo die Preise in den Keller gehen“, bedauert der Vorsitzende. Immerhin werden in Niedersachsen auf rund 4200 Hektar Spargel kultiviert. Dieter Weber formuliert die Konsequenzen drastischer: „Der Markt ist dicht, der Kuchen verteilt. Wer jetzt noch Spargel anbauen möchte, muss ein verdammt gutes Konzept haben, um die Ware auch verkaufen zu können, wenn die Erträge sehr hoch sind.“  Er warnt potentielle Neueinsteiger: „Das geht nicht nur per Hofladen.“ 

 

 

Infos und Fotos: www.spargelnews.de

 

 

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